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BAUEN: ÜBERALL KRÄNE
03.08.2012
Sommerzeit ist Baustellenzeit. Während die Straßenbaustellen mit Kilometer langen Staus Urlauber und Pendler nerven, gibt es auch viele positive Bauplätze, etwa jene, die dem Wohnungsmangel entgegen wirken. Geht es ums Bauen insgesamt, kann die Wirtschaft derzeit (noch) nicht klagen.
Auch wenn sie am meisten nerven – die Baustellen im Bereich Tiefbau sind weniger als man glauben möchte. Dieser Bereich der Bauwirtschaft ist nämlich am stärksten von der Wirtschaftslage betroffen. Umgekehrt bauen viele Unternehmen Wohnungen, was die gesamte Bauwirtschaft aus dem Wirtschaftstief heraus reißt.
Gerüste und Kräne in der Stadt fallen besonders auf. Und der Eindruck, dass es hier besonders viele Baustellen gibt, stimmt auch, wie ein aktueller Branchenbericht der Bank Austria bestätigt. Sechs bis sieben Prozent mehr Wohnungen als im Vorjahr würden gebaut werden, meldet die Bank. Die günstige Finanzierung, das steigende Realeinkommen und die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum als Veranlagung sind dafür verantwortlich. Zudem leben immer mehr Menschen alleine, vor allem in Ballungsräumen nimmt diese Zahl enorm zu. Das deutsche statistische Bundesamt erhob jüngst, dass bundesweit jeder Fünfte alleine wohnt. Bei ohnehin herrschender Flächenknappheit in den Städten wirkt sich dieser Trend wie Öl ins Feuer aus.
Insgesamt jedenfalls geht es dem für die Volkswirtschaft bedeutenden und maßgeblich durch die Immobilienwirtschaft beauftragten Bausektor gut. Im vergangenen Jahr stieg die Produktion um 4,8 Prozent auf 29,1 Milliarden Euro an, womit das Niveau vor der Krise übertroffen wird.
Wie es weitergeht? Das hängt nun stark von der kommenden konjunkturellen Entwicklung ab. Das erste Halbjahr 2012 bezeichnen die Ökonomen der Bank Austria hinsichtlich der Bauwirtschaft noch als lebhaft, im zweiten Teil des Jahres werde das Wachstum allerdings – preisbereinigt – auf etwa ein Prozent zurückgehen, schätzen die Experten.
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