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DEUTSCHLAND - ZWEITER HEIMATMARKT FÜR ÖSTERREICHS IMMOBILIENUNTERNEHMEN
28.11.2011


Es wird immer internationaler in der Immobilienwirtschaft. Die Londoner Innenstadt gehört z.B. zu mehr als 50 Prozent Ausländern. Die Österreicher investieren eifrig in Deutschland. Umgekehrt kommen ausländische Käufer auch nach Wien.

Das Immobiliengeschäft wird immer internationaler. Österreicher mischen fest in Deutschland mit, aber auch Städte wie London werden immer stärker von Ausländern dominiert. Zuletzt wurde in der britischen Hauptstadt festgestellt, dass viele Griechen ihr Geld aus der angeschlagenen Heimat abziehen und in der Finanzmetropole in Immobilien investieren. Im City-Bezirk gehört bereits mehr als die Hälfte der Büroimmobilien Ausländern, ergab eine aktuelle Untersuchung. 1980 waren es noch weniger als zehn Prozent. Die neuen Eigentümer kommen vor allem aus den USA und dem Mittleren Osten, die stärkste Nation mit rund 16 Prozent ist aber Deutschland.

 

Dort wiederum mischen heimische Investoren - aus Österreich - kräftig mit. Allen voran die beiden börsennotierten Gesellschaften Conwert und CA Immo. Erstere hat als Strategie bekannt gegeben, dass sie sich immer stärker aus den Investments in Wien und Österreich zurückziehen und dafür Wohnimmobilien in Deutschland zukaufen wolle. Die CA Immo im Vergleich kauft bei unseren nördlichen Nachbarn nicht zu, sie entwickelt selber sehr aktiv - mit den Flächen der vor einiger Zeit übernommenen Vivico.  Zwischenzeitlich war die CA Immo sogar größter Developer von ganz Deutschland.

 

Aber auch private Anleger aus Österreich strömen immer häufiger nach Deutschland. Nachdem der Zinshausmarkt in Wien nicht mehr viel hergibt, die Renditen äußerst schwach sind und Objekte nur schwer zu finden, gilt vor allem Berlin als Alternative. Dort, so versprechen es einschlägige Verkäufer, komme man in einfachen Lagen auf neun bis zehn Prozent Rendite. Was sie freilich nicht verraten: dass auch die Erhaltungspflichten andere sind.

 

Die Internationalisierung ist ein klarer Trend in der Immobilienwirtschaft. Umgekehrt heißt das natürlich auch, dass Investoren wie Fonds, Familiy Offices, Versicherungen und dergleichen auch immer stärker an Investments in Österreich interessiert sind. Von einem Ausverkauf, wie Medien gerne aufgrund von Spezialfällen wie Kitzbühel oder ähnlichen gehypten Orten berichten, kann aber keine Rede sein.




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