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ETHIK: CA IMMO LÄSST SICH ZERTIFIZIEREN
29.05.2012
Die CA Immo AG ist das erste österreichische Immobilienunternehmen, das sich einer Ethik-Zertifizierung nach ÖGNI unterzogen hat. Damit beschreitet die AG völlig neue Wege und wirkt als Vorbild für eine ganze Branche.
Am wichtigsten war der CA Immo, dass es zu einer Bewusstseinsbildung bei allen Mitarbeitern kommt, erklärt CA Immo-Vorstand Wolfhard Fromwald die Motivation für diesen mutigen Schritt. Die Grenzen des Erlaubten sollten eindeutig definiert und kommuniziert, die Werte des Unternehmens klargemacht werden. Dass es dafür auch noch ein offizielles Instrument, die Ethik-Zertifizierung gibt, kam dabei sehr gelegen.
Für die gesamte Branche kommt dieses Werkzeug gerade recht. In Zeiten, in denen es Anlegern, dem Kapitalmarkt und allen anderen bei Wörter wie BUWOG, Meinl European Land, Immofinanz noch immer einen bitter aufstößt, ist Vertrauensbildung von oberster Priorität. Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) hat das System der deutschen Initiative Corporate Governance (ICG) auf österreichische Verhältnisse adaptiert und so Kodices für Corporate Governance Management und Compliance-Management entwickelt. In ihnen sind Standards guter Managementpraxis für die Bau- und Immobilienwirtschaft definiert. In Österreich ist die – bislang eher mit zweifelhaftem Ruf ausgestattete Immobilienbranche – der erste Industriezweig, für den es eine solche Ethik-Zertifizierung gibt.
Wie funktioniert nun so ein Zertifizierungsprozess? Insgesamt gibt es fünf Schritte, sie führen von der Wertedefinition über die Überprüfung der Umsetzung relevanter Regelwerke bis hin zum Zertifikat am Ende. Im Falle der CA Immo wurde die Erstauditierung von der KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH durchgeführt. Es stehen aber auch andere akkreditierte Auditierungspartner zur Auswahl. Laut ÖGNI soll es noch gut zehn weitere Kandidaten geben, die sich heuer noch diesem Prozess unterwerfen wollen.
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