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GEWINNE TROTZ KRISE
27.06.2012
Die Euroturbulenzen, die manischen Konjunkturprognosen, die Hysterie und Angst – lässt sich in so einem Umfeld mit Immobilien Geld verdienen? Wer von den Profis erwirtschaftet die höchsten Gewinne - und womit?
Machen wir einen Schritt zurück und betrachten mal das Ganze von der Ferne, damit aktuelle Nachrichten über Griechenland oder Spanien (ob Fußball-EM oder Bankenhilfe ist egal) kurz mal ausgeblendet werden. Wie performen denn Immobilieninvestitionen wirklich? Klare Antwort: 3,7 Prozent schaffen Profis an Total Return derzeit. Nicht viel, aber immerhin! Der Total Return setzt sich aus der Netto-Mieteinnahmen-Rendite und der Werta?nderungsrendite zusammen. Die Gewinne waren vor zwei Jahren noch im Minus, 2008 vermeldete der Benchmarker INREV (eine Vereinigung nicht gelisteter Immobilieninvestmentfonds) noch minus 19,8 Prozent. Insofern sind die 3,7 Prozent ein respektables Ergebnis. Am besten schnitten jene Fonds ab, die einen hohen Retailimmobilien-Anteil haben. Auch Industrie und Logistik finden sich noch vor den Büro- und Wohnimmobilienfonds.
Ein anderer Benchmarkdienst, IPD, meldet, dass institutionelle Investoren in Deutschland und Österreich auch heuer die gleichen Renditeerwartungen wie für das letzte Jahr haben. Anders die Schweizer, sie rechnen mit einem Fallen des Total Returns, wenngleich er mit 6,6 Prozent immer noch der höchste der DACH-Region bleiben wird. Österreich dürfte um 0,3 Prozent weniger erreichen, sich also bei 6,3 Prozent einpendeln. Bei einer Befragung der 55 Marktteilnehmer lag die Ha?lfte der Befragten bei einer Scha?tzung zwischen 6,1 Prozent bis 6,5 Prozent fu?r das laufende Jahr – also deutlich höher als die Kollegen bei INREV. Die Deutschen kommen voraussichtlich übrigens nur auf 5,2 Prozent Total Return. Bei den deutschen Nachbarn bleibt natürlich noch abzuwarten, wie sich die Abverkäufe der Offenen Fonds entwickeln; in den letzten Monaten waren sie mit einem Minus vor den Performancezahlen ausgestattet. Aber wer weiß, die Immobilien der abzuwickelnden Fonds sind ja nicht schlecht – und fetten die Rendite der Käufer womöglich wieder auf, sodass es am Ende des Jahres noch eine positive Überraschung gibt.
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