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KOMMUNEN: MEHR GELD MIT IMMOBILIENMANAGEMENT
16.01.2012
Kommunen haben naturgemäß viele Liegenschaften zu verwalten. Weil sie das aber selten professionell tun, wäre im strategischen Immobilienmanagement viel Geld einzusparen. Eine Studie hat die diesbezüglichen Musterschüler in Europa ermittelt.
Von der Kläranlage bis zur Schule, der öffentliche Park, das Schwimmbad, der Parkplatz, die Wohnungen – Städte und Gemeinden haben es gar nicht leicht bei den vielfältigen Nutzungsarten. Um so größer wäre das Einsparpotenzial, wenn sich Kommunen nur mit strategischem Immobilienmanagement auseinander setzen würden, glauben Experten.
Am besten sollte das zu einem Zeitpunkt passieren, bevor die Kassen gänzlich leer sind. Vorzeigeschüler diesbezüglich sind laut einer großangelegten Studie von Deloitte die beiden Städte Rotterdam und Münster. Sie sind die einzigen, so ein erschreckendes Ergebnis der Untersuchung, die über eine zentrale Steuerungsstelle des Immobilienmanagements verfügen. Ohne eine solche Stabstelle ist ein sinnvolles Management natürlich gar nicht möglich. In fast allen anderen Städten ist die Zuständigkeit stark fragmentiert – für Krankenhäuser ist etwa eine eigene Abteilung oder ein Magistrat verantwortlich, für den sozialen Wohnungsbau wieder ein anderes. Synergien sind so nicht zu heben, genau so wenig wie Kosteneinsparungen oder der effiziente Umgang mit Energie möglich sind.
Über Österreich gibt es keine konkreten Ergebnisse in der Untersuchung, da keine heimische Stadt analysiert wurde. Laut Experten der RICS Österreich unterscheidet sich die Situation allerdings leider kaum von der in den restlichen europäischen Ländern.
Am besten schneidet in der Deloitte-Studie Holland ab, hier sei ein hoher Funktionalitäts- und Integrationsgrad bei der Verwaltungsorganisation bemerkbar. Auffällig sei auch Frankreich, wo es in den letzten Jahren zu einer Dezentralisierung (und das in der Grande Nation!) gekommen ist, indem der zuvor zentralistisch organisierte soziale Wohnbau immer stärker in die lokale Verantwortlichkeit von Departments und Städte gewandert ist. Dies sei laut Experten eine sinnvolle Maßnahme, so lange es es sich um die lokale Wohnungspolitik handelt.
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