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KONJUNKTUR: WIE SIE AUF DIE IMMO-MÄRKTE ABFÄRBT
12.12.2011
Nach Lehman sprach man oft von der Immobilienkrise und meinte dabei eigentlich die weltweite Konjunktur. Jetzt reden alle von der Eurokrise – was bedeutet sie für professionelle Immobilieninvestments?
Man liest es täglich in den Zeitungen, wie hypernervös die Märkte sind. Prognosen über die Konjunktur ändern sich ständig. Welche Rolle spielen die an sich doch stabileren Immobilienmärkte dabei?
Nach fünf aufeinanderfolgenden Quartalen, die von Wachstum geprägt waren, vermeldete der Benchmarkdienst IPD nun für das dritte Quartal 2011 einen Wachstumsrückgang bei paneuropäische investierten Fonds. Die Returns drehten auf minus 0,2 Prozent. Doug Rowlands, Associate Director bei IPD, führt das direkt auf die Eurokrise zurück: „Die anhaltenden Befürchtungen einer Eurokrisen-Ansteckungsgefahr haben dazu geführt, dass es zu Abwertungen bei manchen Assets kam.“ Dabei fahren diese Fonds noch recht gut, analysiert Rowlands weiter, denn obwohl der Return zum ersten mal seit Anfang 2010 ins Negative rutschte, sei das kein Vergleich zu den gelisteten Unternehmen. Diese kommen für das 3. Quartal 2011 auf sage und schreibe minus 17 Prozent Return.
Der zwischenzeitliche, kräftige aber kurze Konjunkturaufschwung dürfte den gewerblichen Immobilienmärkten am Ende nicht viel gebracht haben. Die Prognosen für sie fallen ähnlich düster aus, wie die makroökonomischen. Schwierige Zeiten stünden bevor, urteilt etwa die deutsche DekaBank: „Für den gesamten Prognosezeitraum der nächsten fünf Jahre ergibt sich im Mittel über die 25 betrachteten Büromärkte ein Gesamtertrag von knapp drei Prozent pro Jahr.“ Die Bank rät europäische Märkte möglichst niedrig zu gewichten und sich auf Standorte mit historisch geringer Volatilität zu konzentrieren – was für Investments in Österreich spricht.
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