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LEBEN IN WIEN - BESSER GEHT’S NICHT!
26.01.2012
Es ist ja immer verdächtig, wenn sich jemand selbst lobt - auch dann, wenn er Recht hat. Das PR-mäßige Ausschlachten der Mercer-Studie über das hochqualitative Leben in Wien hatte einen solchen Beigschmack. Jetzt kam jedoch abermals weltweites Lob - zur eigenen Verwunderung der Studienersteller.
London, Paris, Tokyo, Barcelona, New York - alle diese Städte hat Wien abgehängt. Der Klimaforscher und -stratege Boyd Cohen hatte in einem Magazin ein Ranking veröffentlicht, das so genannte Smart Cities reiht. Kriterien hierfür sind vor allem Nachhaltigkeit, Innovation und Technologie. Und Cohen selbst gibt zu, dass er vom Ergebnis überrascht war und er Wien zuvor nie mit Smart Cities in Verbindung gebracht hatte. Leben in Wien sei nicht nur “smart” im Sinne von intelligent und nachhaltig, sondern auch hinsichtlich der Kultur und Vielfalt spitze. Wien landete klar auf Platz eins dieses Rankigs.
Die Bewertungsmethodik der Studie ist komplex aber anerkannt. Auch andere Studien über Lebensqualität von Städten, über grüne Strategien und über Digitalisierung der Bürokratie floßen ein - und hier ist Wien als einzige Stadt immer unter den besten zehn vertreten, erzählt der amerikanische Wissenschaftler.
Wenn in Zukunft also Erfolgsmeldungen aus dem Rathaus hinausposaunt werden, dann mit Recht. Die Stadtregierung verweist übrigens jetzt schon auf das 2011 gegründete Projekt “smart city Wien”, mit dem die Metropole ihre Stärken ausbauen und internationalisieren will und weitere Felder, wie etwa die internationale Forschung und Technologieentwicklung, anziehen will. Sämtliche Interessensgruppen - auch außerhalb der Stadtverwaltung - werden hierfür einbezogen und in thematischen Feldern gebündelt. So sollen diese Gruppen quasi als Berater mit einheitlicher Stimme die Zukunft der Stadt weiter gestalten. Klingt in der Tat: smart!
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