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SILVESTER: NOCH SCHNELL DEALS ABSCHLIEßEN
20.12.2011


Wenn zu Silvester die Raketen Farbe am Himmel versprühen und die Korken knallen, werden einige Immobilienmanager erleichtert aufatmen: Sie haben gerade noch rechtzeitig ein paar Deals gemacht. Hier die wichtigsten Käufe, Verkäufe und Neuerungen.

Punkt Mitternacht wird in Wien die Pummerin das neue Jahr einläuten – und das alte beenden. Auch wenn Silvester eigentlich nur ein recht willkürlicher Zeitpunkt ist, bringt es so manchen Wirtschaftstreibenden ordentlich ins Schwitzen. Manche Investoren müssen, andere wollen noch Immobilien kaufen oder wieder loswerden, damit in der Bilanz dann auch die schöneren Zahlen zu finden sind.

International gesehen tut sich daher einiges in den letzten Tagen des Jahres. Aus österreichischer Sicht war die wichtigste Nachricht der Verkauf des SkyTowers. Dieser Turm mit Büronutzung wird von Raiffeisen evolution in Bukarest errichtet. Die Zeiten in CEE und vor allem in Rumänien sind noch hart, da kam die Unterstützung aus den eigenen Reihen wohl gerade recht: Käufer des 37-stöckigen Landmarks ist die Raiffeisen Property International. Der Mieter, der in die Etagen zwei bis sieben sowie in das zum Tower gehörige siebenstöckige Office-Gebäude einziehen wird, heißt Raiffeisen Bank Rumänien. Die oberen prominenten Stockwerke des Turms, der mit 137 Metern Höhe alle anderen Tower überragen wird, stehen also noch zur Verfügung. Direkt neben den Offices entsteht das Promenada Einkaufszentrum.

Neben diesem Deal, machten vor allem die Deutschen noch mit eiligen Käufen Schlagzeilen. Die Zielmärkte verändern sich dabei im Vergleich zu den letzten Jahren. So hat etwa die Union Investment in Cardiff, der Hauptstadt von Wales, ein Einkaufszentrum gekauft. Auch Deka Immobilien hat zuletzt im anglikanischen Raum zugeschlagen: Für einen offenen Publikumsfonds wurde das Bürogebäude „Belvedere“ in Manchester gekauft.

Es gab aber nicht nur Good News. Nichts wurde nämlich aus dem geplanten Verkauf eines ganzen Portfolios – in Form einer Firma. Die WestLB-Tochter WestImmo hätte an den Finanzinvestor Apollo veräußerst werden sollen. Dies ist nun aber gescheitert. „Zuviel Risiko in der derzeitigen Marktsituation“, erklärte der Eigentümer.

Hoffnung besteht hingegen noch für den Tiroler René Benko (Signa Holding), der gemeinsam mit der Centrum-Gruppe um Galeria Kaufhof rittert. Und zwar noch über den Jahreswechsel hinaus, so wie es derzeit aussieht. Denn der Aufsichtsrat der Metro-Gruppe (zu der Galeria Kaufhof noch gehört) hatte sich in seiner Sitzung nicht für einen Käufer entschieden, sondern stattdessen einen neuen Finanzvorstand bestimmt. Damit geht das Match Signa/Centrum gegen Mitbieter Nicolas Berggruen/Blackstone in die Verlängerung ins nächste Jahr.




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